Schweißrauchabsaugung in Braunschweig prüfen lassen
Schweißrauche enthalten gesundheitsschädliche Stäube und Gase – sie zählen zu den häufigsten Gefahrstoffen in der Metallverarbeitung. In der Region Braunschweig–Wolfsburg, einem der führenden Standorte der deutschen Automobil- und Zulieferindustrie, sind tausende Schweißarbeitsplätze mit Absaugungen ausgestattet. Die Prüffristen und der Prüfumfang sind in der DGUV Regel 109-002 und der TRGS 528 (Schweißtechnische Arbeiten) festgelegt.
Arten der Schweißrauchabsaugung
In Braunschweiger Betrieben sind verschiedene Systeme im Einsatz: Stationäre Erfassungselemente – Absaughauben und -wände über festen Schweißarbeitsplätzen, mobile Schweißrauchabsauggeräte mit integriertem Ventilator und Filter – besonders flexibel in Werkstätten und auf Baustellen, Absaugbrenner mit integrierter Erfassung direkt am Schweißpunkt – die effektivste Erfassung, zentrale Absauganlagen mit Rohrleitungsnetz und mehreren Arbeitsplätzen, Filteranlagen mit Abscheidern und Ventilatoren. Mobile Geräte werden oft unterschätzt – auch sie müssen geprüft werden, besonders Filterwechsel und Erfassungsdüsen.
Prüfumfang bei Schweißrauchabsaugungen
Die Prüfung umfasst: Messung der Erfassungsgeschwindigkeit an der Absaughaube oder dem Erfassungselement (Sollwert je nach Schweißverfahren), Prüfung der Filter (Partikelfilter, ggf. Aktivkohlefilter für Gase beim Schutzgasschweißen), Kontrolle von Schläuchen, Gelenkarmen und Hauben auf Risse, Undichtigkeiten und Leichtgängigkeit, Funktionskontrolle von automatischen Filterabreinigungen, Messung des Volumenstroms und Vergleich mit der Auslegung, Dokumentation aller Messwerte und Festlegung des nächsten Prüftermins. Die Prüfung muss durch einen Sachkundigen erfolgen. Die Prüffrist beträgt je nach Gefährdungsbeurteilung in der Regel 1 Jahr.
Schweißverfahren und ihre spezifischen Anforderungen
Verschiedene Schweißverfahren erzeugen unterschiedliche Rauche: Lichtbogenhandschweißen (MMA) – hohe Rauchemission, erfordert leistungsfähige Erfassung. MAG-Schweißen – geringere Rauchemission, aber ozon- und nitrosegasbelastete Abluft. WIG-Schweißen – sehr geringe Rauchemission, jedoch Ozonproblematik. Laserschweißen – feinste Partikel, erfordern HEPA-Filtration. Autogenes Schweißen – Stickoxide, ggf. Absaugung und Raumlüftung. Für Braunschweiger Betriebe ist die TRGS 528 relevant, die für jeden Schweißprozess Emissionsklassen und entsprechende Schutzmaßnahmen definiert.
Standorte in der Region
Schweißrauchabsaugungen sind vor allem in Wolfsburg (VW-Werk und Zuliefererpark), in Braunschweig (Metallbau, Fahrzeugbau), in Salzgitter (Stahlkonstruktionen, Anlagenbau), in Wolfenbüttel (Maschinenbau) und in Peine (Metallverarbeitung) zu prüfen.
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